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Ein Beitrag von  Dr. Karoline Klumpp,  Happy Vet Project auf VetStage

Zum Jahresende: Selbstfürsorge und Achtsamkeit für Tierärzt:innen

erstellt am 4. Dezember 2024

Hinweis: VetStage ist nicht für den Inhalt verantwortlich. Bitte wende dich bei Rückfragen direkt an den Verfasser.

Das Jahresende steht vor der Tür. Für viele von uns ist diese Zeit geprägt von Termindruck und dem Gefühl, vor dem Jahreswechsel noch „alles erledigen“ zu müssen. Es ist eine Phase, in der Stress und emotionale Belastungen ihren Höhepunkt erreichen können. Kälte und die langen Nächte tragen dazu bei. Umso wichtiger ist es, sich Zeit für sich selbst zu nehmen, Zeit für Reflexion und neue Ziele.

Doch vielleicht fühlst du dich gerade nicht danach, das Jahr mit einer Liste neuer Ziele, Reflexionen und Selbstoptimierungsprojekten abzuschließen – und das ist völlig legitim. Das Jahresende ist keine Pflichtveranstaltung für Selbstoptimierung. Es ist völlig in Ordnung, einfach nur zu sein, sich nicht zusätzlich unter Druck zu setzen und die Dinge so zu lassen, wie sie sind. Manchmal ist es das Beste, sich selbst anzunehmen, so wie du gerade bist und dich fühlst – ohne den Anspruch, etwas „verbessern“ zu müssen. Vielleicht brauchst du gerade einfach Ruhe und Erholung. Erlaube dir, den Moment zu akzeptieren und darauf zu vertrauen, dass es Phasen im Leben gibt, in denen Nichtstun die beste Form der Selbstfürsorge ist. Du bist gut, so wie du bist – ganz ohne zusätzliche Anstrengungen.

Doch wenn du aktuell die Kraft und Energie hast, neue Ideen und Inspirationen anzunehmen, wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen.

1. Innehalten und Reflexion: Ein bewusster Jahresabschluss

Im hektischen Alltag des tierärztlichen Berufs bleibt oft wenig Raum für eine bewusste Reflexion. Doch gerade am Jahresende kann es guttun, innezuhalten und das Jahr Revue passieren zu lassen. Welche Herausforderungen hast du gemeistert? Welche Erfolge gefeiert? Was hat gut funktioniert und was könnte im kommenden Jahr besser werden?

Eine einfache Methode, um diese Reflexion anzustoßen, ist das Schreiben. Nimm dir ein schönes Notizbuch und beantworte folgende Fragen:

  • Welche Patienten sind mir positiv in Erinnerung geblieben?
  • Welche Momente haben mich besonders gefordert und wie bin ich damit umgegangen?
  • Was hat mir in schwierigen Zeiten Kraft gegeben?
  • Welche Menschen haben mich unterstützt?
  • Was habe ich mir selbst Gutes getan?

Diese Reflexion hilft dir, Erreichtes wertzuschätzen und dir bewusst zu machen, was gut gelaufen ist. Auch schwierige Momente und Herausforderungen gehören dazu – sie sind Teil des Prozesses und tragen zur eigenen Weiterentwicklung bei. Wichtig ist, dich für das, was du geschafft hast, wertzuschätzen und deine Erfolge nicht als selbstverständlich abzutun.

Beim Schreiben wirst du feststellen, dass du in diesem Jahr sehr viele positive Erlebnisse hattest – auch wenn sie vielleicht in Vergessenheit geraten sind.

2. Selbstfürsorge: Dich selbst wertschätzen und Grenzen setzen

Für Tierärzt:innen, die täglich hohen Anforderungen ausgesetzt sind, wird Selbstfürsorge oft zur Nebensache. Doch gerade das Jahresende bietet eine Gelegenheit, dir selbst Aufmerksamkeit zu schenken und deine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Selbstfürsorge bedeutet, dich selbst genauso wichtig zu nehmen wie deine Patienten und die Tierbesitzer:innen. Dazu gehört auch, Grenzen zu setzen und „Nein“ zu sagen, wenn es notwendig ist. Es ist völlig in Ordnung, Pausen einzulegen und sich zurückzuziehen, um neue Energie zu tanken. Das kann besonders in dieser Jahreszeit schwerfallen, wenn neben der eigentlichen Arbeit noch viele private Termine wie Weihnachtsfeiern und andere Verpflichtungen anstehen.

Möglichkeiten für Selbstfürsorge zum Jahresende:

  • Nimm dir bewusst freie Tage, an denen du keine Verpflichtungen hast.
  • Schalte dein Handy aus und gönne dir eine digitale Auszeit.
  • Unternimm etwas, das dir Freude bereitet – sei es ein langer Waldspaziergang, ein gutes Buch oder eine kreative Aktivität.

3. Die Kraft des Loslassens: Alte Belastungen hinter dir lassen

Das Jahresende ist auch eine Zeit des Loslassens. Alte Belastungen, Ärgernisse oder Enttäuschungen dürfen verabschiedet werden, um Platz für Neues zu schaffen. In der Tiermedizin erlebst du häufig Verluste, schwierige Entscheidungen und emotionale Momente. Diese Erlebnisse können si

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Dr. Karoline Klumpp

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