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Ein Beitrag von  Elisabeth von der VETHiLFE e.V.,  VETHiLFE e.V. auf VetStage Kater mit Stetoskop
Quelle: KI generiert durch Julia von auroraimagination

Vierter Ausbildungstag bei der VETHiLFE – Zwischen Selbstreflexion und Hilfe leisten

erstellt am 4. März 2025

Hinweis: VetStage ist nicht für den Inhalt verantwortlich. Bitte wende dich bei Rückfragen direkt an den Verfasser.

Der erste Teil des Ausbildungstages stand im Zeichen der Selbstreflexion.

Die gestellte Frage war:

„Hast du schon einmal Erfahrung mit Seelsorge gesammelt? Bitte unterteile deine Erfahrungen in privat und beruflich.“

Eigentlich eine simple Frage, oder?

Wirklich einfach? Nur im ersten Moment, denn es gibt dafür zwei Interpretationsmöglichkeiten:

Hast du persönliche Erfahrungen mit Seelsorge gemacht, zum einen bei dir selbst, zum anderen in Bezug auf andere? Also genauer gesagt: Hast du selbst schon einmal Hilfe angenommen bzw. hättest du dir welche gewünscht? Und zum anderen: Warst du schon einmal seelsorgerisch in deinem Umfeld tätig?

Spannend fand ich, dass sehr viele von uns die Frage so interpretiert haben, dass sie ausschließlich die Seelsorge für ihre Mitmenschen im Kopf hatten und die Frage sich nicht auf ihre eigene mentale Gesundheit bezog.

Sind solche Interpretationen vielleicht der Schlüssel zur Misere, dass wir tiermedizinisch tätigen Menschen eine so hohe Rate an psychischen Erkrankungen und Suiziden aufweisen?

Weil wir uns nur zu bereitwillig aufopfern und die Probleme anderer an uns nehmen, weil wir gut darin sind, Lösungen zu finden? Und nicht nur das. Wir helfen sogar noch dabei, dass andere ihre Ziele schnell und leicht erreichen.

Challenge accepted:

Tierarztsein versus Seelsorge.

Vorauspreschendes, lösungsorientiertes Handeln gegen Stillsitzen, Zuhören und den anderen seinen Weg erarbeiten lassen.

Hier bei der telefonischen seelsorgerischen Betreuung liegt die Priorität darin, Menschen an die Hand zu nehmen, aber dabei nicht die Führung zu übernehmen.

Wir kennen unser Gegenüber nicht, wir hören nur einen kleinen Ausschnitt aus ihrem Leben, und unsere Antworten sind nicht zwangsläufig deren Antworten. Jeder, der sich bei uns meldet, bringt alle Fertigkeiten mit, die zur Selbsthilfe nötig sind – er hat sie nur gerade für sich verloren und wir unterstützen bei der Suche danach.

Tatsächlich ist folgendes für mich ein großartiger Gedanke, den ich ab jetzt versuche, für mich mitzunehmen:

„Ich trage alles, was ich brauche, bereits in mir, ich muss manchmal nur geduldiger bleiben, damit ich alles Nötige in mir finden kann.&ldquo

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Autor:innen

Elisabeth von der VETHiLFE e.V.

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