
Sauberes Wasser und Hygiene reduzieren vermeidbare Infektionen.
Quelle: Tierärzte ohne Grenzen e.V.
Sauberes Wasser, gesunde Tiere, starke Gemeinschaften: Warum WASH in der Nutztierhaltung essenziell ist
erstellt am 19. März 2025
Wasser bedeutet Leben – für Menschen und Tiere gleichermaßen. Doch was passiert, wenn sauberes Wasser fehlt? In vielen Ländern am Horn von Afrika ist Wasserknappheit eine ernste Herausforderung. Besonders betroffen sind nomadisch lebende Nutztierhalter*innen, die auf ihre Tiere als Lebensgrundlage angewiesen sind. Ohne ausreichend sauberes Wasser und hygienische Bedingungen steigt nicht nur das Krankheitsrisiko für die Tiere, sondern auch für die Menschen, die mit ihnen leben.
Hier kommt das Konzept von WASH (Water, Sanitation and Hygiene) ins Spiel: Zugang zu sauberem Wasser, sichere sanitäre Einrichtungen und Hygienepraktiken sind entscheidend, um Zoonosen zu verhindern, die Tiergesundheit zu verbessern und langfristig die öffentliche Gesundheit zu schützen. Doch gerade in der Nutztierhaltung wird dieser Zusammenhang oft unterschätzt.
WASH in der Nutztierhaltung – eine Herausforderung in Ostafrika
Die Länder Ostafrikas wie Äthiopien, Kenia, Sudan und Somalia, gehören zu den wasserärmsten Regionen der Welt. Die traditionelle Wandertierhaltung (Pastoralismus) ist hier für Millionen von Menschen überlebenswichtig – doch extreme Dürren, unzureichende Wasserversorgung und mangelnde Hygiene führen zu schwerwiegenden Problemen:
Wasserknappheit und schlechte Wasserqualität
Häufig sind Wandertierhalter*innen auf unsichere Wasserquellen wie Flüsse oder Regenwasser angewiesen, die in Dürreperioden versiegen. In vielen Gebieten gibt es keinen Zugang zu sauberem Wasser, weshalb die Tiere aus verschmutzten Wasserstellen trinken, was die Ausbreitung von Krankheiten fördert. Da Mensch und Tier sich dieselben Wasserquellen teilen, steigt zudem das Risiko der Übertragung zoonotischer Erreger.
Fehlende sanitäre Einrichtungen
In pastoralen Gemeinschaften gibt es häufig keine festen Toiletten oder Abwassersysteme, wodurch tierische Abfälle und Verunreinigungen ins Trinkwasser gelangen und Krankheiten verursachen können. Zudem fehlen oft hygienische Melk- und Schlachtplätze, was das Risiko von Lebensmittelkontaminationen erheblich erhöht.
Zoonotische Krankheiten & Epidemien
Schlechte Wasserqualität und mangelnde Hygiene begünstigen die Verbreitung von Infektionskrankheiten wie Milzbrand und Brucellose. Besonders das Rift-Valley-Fieber wird durch stehendes, kontaminiertes Wasser gefördert und kann massive wirtschaftliche Schäden verursachen. Auch Euterinfektionen bei Milchkühen stellen eine Bedrohung dar, da sie sowohl wirtschaftliche Verluste nach sich ziehen al
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Themengebiete
Autor:innen
Martina Scheid, Junior Consultant One Health & Advocacy bei Tierärzte ohne Grenzen e.V.Claudia Knüpfer, PR Referentin bei Tierärzte ohne Grenzen e.V.
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