Fachbeitrag
Ein Beitrag von  Bund angestellter Tierärzte e.V.,  Bund angestellter Tieraerzte e.V. auf VetStage

Angestellte Tierärzt:innen unerwünscht?

erstellt am 31. März 2025

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Zum dritten Mal wurde der Antrag des Bund angestellter Tierärzte e. V. (BaT) auf einen Beobachterstatus in der Bundestierärztekammer e. V. (BTK) abgelehnt. Darüber hinaus wurde eine weitere frühere Anfrage bereits im Vorfeld des Antrags vom BTK-Präsidium gar nicht erst zugelassen.

Welches Signal geht von dieser Entscheidung in Richtung der mehr als 1000 überwiegend weiblichen BaT-Mitglieder aus?

  1. Wir sehen euch nicht als wertvollen Bestandteil unseres Berufes.
  2. Wir verwehren euch die Teilhabe.
  3. Wir empfinden kontroverse Sichtweisen als Bedrohung, nicht als Bereicherung.

Welch fatales Signal. Kann sich die Tierärzteschaft das wirklich leisten?

Die BTK ist ein Verein, ein Zusammenschluss der 17 Landestierärztekammern unter einem Dach. Es geht um einen Beobachterstatus, der zur passiven Teilnahme an den Delegiertenversammlungen berechtigt, mehr nicht und der nicht mit einem Stimmrecht verbunden ist.

Dennoch, er ist für die jeweilige Beobachterorganisation verbunden mit dem Anrecht, über Aktionen und Positionen im Deutschen Tierärzteblatt, welches jede Kollegin, jeder Kollege in Deutschland erhält, zu berichten.

Angst vor einem offenen Diskurs?

Ist das der Grund für die erneute Ablehnung? Sollen kontroverse, nicht mit den Positionen der BTK konforme Inhalte verhindert werden? Ist die Angst vor Gegenwind so groß? Oder liegt die Ursache in der Dominanz des Bundesverbandes praktizierender Tierärzte (bpt) innerhalb der BTK?

Wieder kam der Antrag auf eine geheime Wahl aus Bayern. Sollte damit verschleiert werden, dass innerhalb der BTK viele Entscheidungen nach wie vor stark vom bpt beeinflusst werden? Fehlt der Mut zu einem offenen Diskurs? Ist hier schon lange das Bewusstsein dafür verloren gegangen, dass ein Berufsverband Verbandsinteressen vertritt, die durch Lobbyarbeit vorangetrieben werden?
Oder ist durch die Personalunion einiger Vertreter und ihr Engagement in bpt und BTK der Gedanke abhandengekommen, dass ein/e Delegierte/r der Bundestierärztekammer die Interessen aller Tierärzt:innen zu wahren hat, auch die von Minderheiten innerhalb des Berufsstandes und auch die der Mitglieder des BaT?

Angst vor wachsendem Einfluss des BaT?

Von einer Minderheit kann im Zusammenhang mit angestellten Tierärzt:innen mittlerweile nicht mehr die Rede sein, stellen sie doch die Mehrheit der in der kurativen Praxis Tätigen. Natürlich sind nicht alle angestellten Tierärzt:innen Mitglied im BaT, aber die Mitgliederzahlen steigen kontinuierlich, während die des bpt s

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Autor:innen

Bund angestellter Tierärzte e.V.

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