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Der Weg Zum Erfolgreichen Team – Teil 1

Der Weg zum erfolgreichen Team – Teil 1

Was macht ein erfolgreiches und effektiv arbeitendes Team aus? Sind es ähnliche Interessen und Hobbies der Mitarbeiter*innen, der richtige Mix aus Intro- und Extrovertierten oder doch ein freundschaftliches Verhältnis der Mitarbeiter*innen untereinander?
Weder noch – sagt Google. In einer Studie namens „Project Aristoteles“ hat Google 180 in Größe und Erfolg völlig unterschiedliche Teams hinsichtlich ihrer Effektivität und Zusammensetzung untersucht. Auch wenn in der Studie betont wird, dass sich die Ergebnisse auf die Unternehmensstruktur von Google beziehen, lassen sich die fünf aufgestellten Prinzipien trotzdem auf andere Branchen übertragen – auch auf die Tiermedizin.

Was bedeutet Effektivität im Team?

In einem ersten Schritt wurde für die o.g. Studie erörtert, was „Effektivität“ eigentlich für die unterschiedlichen Teammitglieder bedeutet. Dabei stellte sich heraus, dass Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Positionen dem Wort jeweils eine andere Bedeutung gaben.

Führungskräfte verstanden darunter, dass qualitativ hochwertige Ergebnisse termingerecht erreicht wurden. Für die jeweilige*n Teamleader*in waren vor allem klare Zielvorgaben und Strukturen, aber auch ein gewisses Maß an Autonomie und Gemeinschaftssinn entscheidend. Die einzelnen Mitarbeiter hingegen lagen vor allem Wert darauf, dass sie sich im Team wohlfühlten.
Grundlage dafür war eine sichere Umgebung, in der jede*r sie*er selbst sein kann. Der Gedanke dahinter: der Druck, sich immer nur von seiner besten Seite zu zeigen, macht auf Dauer krank.

Five steps to success

Mit Hilfe der Studie wurden fünf Prinzipien aufgestellt, die für den Erfolg eines Teams ausschlaggebend sind. Die Prinzipien sind absteigend nach ihrer Wichtigkeit geordnet und lassen sich natürlich auch auf die Tiermedizin übertragen, auch wenn die Teams in der veterinärmedizinischen Branche vergleichsweise klein sind und daher nicht immer mehrstufige Hierarchien vorhanden sind.

1. Psychologische Sicherheit
Die einzelnen Teammitglieder fühlen sich im Team sicher genug, auch mal ein zwischenmenschliches Risiko einzugehen, zum Beispiel eine verrückte Idee in den Raum zu werfen oder sich verletzlich zu zeigen. Dabei haben sie keine Angst, als inkompetent oder ignorant dazustehen oder gar negative Kommentare zu ernten. Jeder hat die Möglichkeit, seine Gedanken zu äußern ohne für diese verurteilt zu werden.

2. Zuverlässigkeit
Ein jeder kann sich auf den anderen verlassen: Alle Teammitglieder sind sich ihrer Verantwortung bewusst und erledigen ihre Arbeit pünktlich und gewissenhaft.

3. Struktur und Übersichtlichkeit
Innerhalb des Teams sind die Erwartungen und Ziele klar definiert. Jede*r einzelne Mitarbeiter*in weiß, wie er die an ihn*sie gestellten Erwartungen erfüllen kann.

4. Sinn
Jedes Teammitglied sieht eine Sinnhaftigkeit in der jeweiligen Arbeit. Das kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein: Für den einen ist es die individuelle Selbstverwirklichung, für den anderen eine finanzielle Sicherheit.

5. Einfluss und Effekt
Für jede*n Mitarbeiter*in ist klar ersichtlich, dass die Arbeit des Teams wichtig ist, um das Unternehmen voran zu treiben.

 

Interaktion im Team ist entscheidender als die Zusammensetzung

Grundlegend lässt sich aus diesen Prinzipien herauslesen, dass die Art und Weise der Kommunikation im Team wesentlich bedeutsamer für dessen Effektivität ist als die eigentliche Zusammensetzung. Auch die Größe des Teams, die räumliche Nähe der Arbeitsplätze und die individuellen Leistungen der einzelnen Teammitglieder spielten im Ergebnis dieser Google-Studie eine untergeordnete Rolle. Nichtsdestotrotz können diese äußeren Einflüsse für jedes Team eine unterschiedliche Bedeutung haben.

 

Welche Maßnahmen Sie ergreifen können, um die Effektivität ihres Teams zu steigern, lesen Sie in Teil 2.

Lisa Rogoll

Nachdem mich das Berufsbild „Tierärztin“ in verschiedenen Praktika überzeugt und begeistert hatte, begann ich 2015 in Berlin das Studium der Tiermedizin. Besonders die Vielseitigkeit der Tiermedizin fasziniert mich noch heute, sodass ich mir keinen „Plan B“ vorstellen kann.

Neben den alltäglichen Sorgen des Studiums lebe ich meine kreative Energie bei VetStage aus. Hier betreue ich unseren Social Media Auftritt, schreibe Magazin-Beiträge und unterstütze unser Team auf Kongressen.

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