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Onlinemarketing Tierarztpraxis (Gastbeitrag von Christopher Waldner)
Dieser Artikel wurde geschrieben von Christopher Waldner. Der Tierarztsohn hat Wirtschaftsinformatik studiert und gründet erfolgreich digitale Unternehmen. Seine Unternehmensberatung Vetizin berät Tierärzte beim Ausbau des digitalen Außenauftritts anhand von vier Schritten, die aus der medizinischen Welt stammen: Anamnese, Diagnose, Therapie und Evaluation
„Marketing ist nicht alles – aber ohne Marketing ist alles nichts“.
Dieser simple Satz beschreibt die Aufgabe des Marketing einprägsam: Eine hervorragende tierärztliche Dienstleistung ist der Kern des Unternehmens. Aber nur wenn Ihr „Markt“ (daher der Begriff Marketing), also die Tierhalter in der Umgebung, auch von Ihren Angeboten erfahren, können Sie langfristig erfolgreich arbeiten. Marketing ist eine natürliche Aufgabe für jeden Unternehmen und gehört ebenso zum Alltag wie die Erbringung der Dienstleistung/die Produktion.
„Wir müssen Google fürchten“,
bekannte Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer. Diese Angst vor allem Neuem zeigt sich auch in der Tiermedizin. Ein Inhaber einer großen Praxis hat mir gegenüber vor kurzem stolz verkündet in seinem Betrieb herrsche „absolutes E-Mail Verbot“. Das ist eine gute Strategie für alle Unternehmer, die glauben das Internet werde vorbeigehen… Für alle anderen Kleinunternehmer, mich eingeschlossen, bieten sich großartige neue Chancen: Google, Facebook und Co sind ein natürlicher Bestandteil des Alltages geworden. Von einer neuen Homepage mit Terminvereinbarungsfunktion, über echte Fans Ihres Unternehmens bei Facebook bis hinzu den großartigen Möglichkeiten von Bewertungsplattformen: Arbeiten Sie ohne Hektik, aber zielgerichtet und beständig an allen Facetten Ihres digitalen Außenauftritts.
Ich hoffe die drei Fakten im Folgenden helfen dabei. Entscheiden Sie nach jedem Abschnitt durch eine einfache E-Mail mit, über welche Facette detaillierter berichtet werden soll.
1.Die eigne Webseite:
Ihre Webseite ist der digitale Dreh- und Angelpunkt, und häufig der Mittelpunkt einer vernetzten Struktur aus sozialen Netzwerken, Branchenfindern und Marketingkampagnen.
Ähnlich wie bei der Errichtung eines Gebäudes sollten Sie unbedingt Profis in die Erstellung und Betreuung Ihrer Webseite einbinden.
Ein potentieller Kunde entscheidet innerhalb von zwei Sekunden, ob ihm gefällt, was er sieht – oder eben nicht. Gestalten Sie Ihre Webseite übersichtlich, verwenden Sie einfache Worte und einfache Designs. Vermeiden Sie Animationen, Bewegtbilder, zu viele Informationen und mehr als sieben Menüpunkte.
Webseiten für Tierärzte haben besondere Potentiale:
# Kostenpflichtige Erstberatung für Ihre Kunden?
# Terminvereinbarung und Patientenaufnahme bereits online?
# Loginbereich mit Zugriff auf Diagnosen, Röntgenbilder oder sogar Webcam (falls das Tier stationär behandelt wird, möglicherweise zeitverzögert um schockierende Bilder zu verhindern)
(Sie wollen mehr Tipps zum Thema Webseite? Sagen Sie es uns: lleiner@vetstage.de)
2. Facebook:
Jedes Unternehmen passt in soziale Netzwerke, soweit einige Grundregeln befolgt werden. Tierhalter sind häufig eher emotional und gelten als besonders Facebook-freudig. Nutzen Sie dieses Potential!
Ein selten aktualisiertes und kaum gepflegtes Facebook-Profil hat negative Auswirkungen. Der Facebook-Auftritt ist sinnvoll, wenn auch ein „Mehrwert“ durch entsprechende Inhalte geboten werden kann:# Posten Sie mind. einmal täglich.
# Nutzen Sie die Kraft von schönen Tierbildern
# Verfassen Sie kurze, knappe Botschaften (einen gelungen Post finden Sie etwas weiter unten)
# Nicht zu viel verkaufen: Posten Sie wechselweise unterhaltsame/spaßige Inhalte, wissenswertes und Fakten zu Ihrem Unternehmen/Produkten.
Übrigens ist Ihre Präsenz in sozialen Medien auch für die Suchmaschinen-Optimierung relevant.
(Sie wollen mehr Tipps zum Thema Facebook? Sagen Sie es uns: lleiner@vetstage.de)
3. Keine Angst vor Bewertungen:
„Waren unzufrieden, dann sagen Sie es uns. Waren Sie zufrieden? Dann sagen Sie es weiter“ – Wer diesen Grundsatz in der Kommunikation mit seinen Kunden befolgt muss sich nicht vor Bewertungsportalen fürchten (sei es Facebook, Google-Places, o.ä.).
Angst bringt Sie ohnehin nicht weiter: Es liegt meist nicht in ihrer Hand, ob ein Kunde Ihren Betrieb anlegt und er gefunden und bewerten werden kann. Stellen Sie sich also der Herausforderung:
# Gestalten Sie einfache Flyer der Ihre Kunden eine Bewertung abzugeben. Ein QR-Code macht das besonders einfach. Belohnen Sie, z.B. durch eine kostenlose Packung Futter beim nächsten Besuch.
# Monitoren Sie Ihre Profile um auf schlechte Bewertungen, Fragen, etc. reagieren zu können.
# Nutzen Sie die Chance: Nobody is perfect, hören Sie Ihren Kunden zu und verbessern Sie sich wenn es notwendig ist.
# Ein paar schlechte Bewertungen sind gut: Profile mit 75 – 90% Durchschnitt bezogen auf die mögliche Maximalbewerung gelten als besonders glaubwürdig.
(Sie wollen mehr Tipps zum Thema Bewertungsportale? Sagen Sie es uns: lleiner@vetstage.de)
Wow, Sie haben zum Ende durchgehalten. Danke für Ihr Interesse an diesem Beitrag! VetStage und Vetizin bieten deshalb etwas Besonderes an: Nutzen Sie das Kontaktformular auf www.vetizin.de (ganz unten auf der Homepage) und geben dort in der Nachricht den Code DIGITALVET2014 an. Vetizin wird Ihnen kostenfrei drei ganz konkrete und sofort umsetzbare Handlungstipps geben.